Die KARAT-Story

1992-2003
Zu Beginn der 90er Jahre ist in der kleinen Enslinger Werkstatt von Karl Däuber (Onkel von Ewald Trumpp) das erste RC-1 Modell in Serie aus der Feder von Ewald Trumpp entstanden- der KARAT 60 mit einer Spannweite von 1800 mm.
Dadurch, dass Karl, jedes Modell von Grund auf, nach Kundenwunsch, herstellte, war er bei den Ausführungen der Bausätze sehr flexibel. Er hat vom starres Fahrwerk, über Einziehfahrwerk, 2- oder 3-Bein, rohbaufertig bis hin zu fertig lackierten Modellen vom KARAT 60 angeboten. Mit der Zeit erlangten die Modelle eine immer größere Beliebtheit, da stets darauf geachtet wurde, auf jeden einzelnen Kundenwunsch einzugehen. Aufgrund des großen Erfolgs des KARAT 60 legten Ewald Trumpp und Karl Däuber noch zwei weitere Größen des Modells auf – den KARAT 40 (1.600 mm Spannweite) und KARAT 20 (1.200 mm Spannweite).
Nicht nur beim MFC Untermünkheim hat es sich schnell herum gesprochen, dass der KARAT eine gelungene Konstruktion war, auch in den Nachbarvereinen, später in ganz Deutschland und sogar über die Landesgrenzen hinaus wurde das Modell aus Enslingen geflogen.

Jedoch änderte sich das Reglement in der Kunstflugklasse F3A. Größere Verbrennungsmotoren waren erlaubt, was wiederum größere Modelle verlangte. Ab diesem Zeitpunkt galt die noch bis heute gültige Regel; max. 2m Länge, max. 2m Spannweite bei max. 5kg Abfluggewicht. Logisch, das in diesem Zusammenhang auch der KARAT wuchs.

Über den Winter setzten sich Ewald Trumpp und Karl Däuber zusammen und entwarfen den neuen KARAT 2000 – 2000 aufgrund der fast 2 m großen Spannweite – der KARAT 2000 ist mit mehreren hundert verkauften Bausätzen bis heute das meistverkaufte Modelle von Ewald Trumpp.

Sogar bis in die USA gingen die Bausätze. Ohne Facebook und Internet eine sehr bemerkenswerte Zahl.

Nach KARAT folgten die Modelle Turmalin, Zirkon und Spinell (alles Edelsteine). Spinell war die ausgereifteste und neutralste Konstruktion von Ewald Trumpp, mit der er 2003 das erste und einzige Mal die Deutsche F3A-Meisterschaft gewann.

Leider konnte dieses Modell der breiten Masse nicht mehr zugaenglich gemacht warden, denn nach dem Tod von Karl Däuber im Jahr 2002 brach der Erbauer weg und die Produktion wurde eingestellt.

Italien 1996: Ewald Trumpp mit KARAT 2000 und Christophe Paysant Le Roux mit TOPLINE

2015-2017
Ende 2015 setzte ich mich an mein iPad und entwarf die ersten Skizzen für einen neues F3A-Doppeldeckermodell.
Vorgabe war es nicht etwas komplett neues zu erfinden, sondern auf das klassische Konzept, mit der Kabinenhaube hinter dem oberen Flügel, zurückzugreifen, weil es mir einfach am besten gefällt.
Ein besonderes Augenmerk habe ich auf die Kühlung für Motor, Regler und Akku gelegt. Daher entstand vorne eine großzügige Zuluftöffnung unterhalb des Motors und die markante Abluftöffnungen im Porsche-Stil seitlich zwischen den Flügeln.
Da ich selbst großer Fan einer eleganten Linienführung à la Porsche bin, sollte auch dieses Modell eine klare, elegante Linie aufweisen.

Nachdem das Modell gezeichnet war, fehlte nur noch ein geeigneter Name. Die Luftauslässe am Rumpf sollten an einem Porsche angelehnt sein, die meiner Meinung nach schönsten Autodesign der Gegenwart. Daher hatte ich mit dem Gedanken gespielt, das Modell nach einem Porschemodell zu benennen.

Doch relativ schnell kam mir dann DIE Idee!
Obwohl das neue Modell optisch nicht mit dem KARAT verwandt ist, sind die Namen KARAT und Trumpp im Modellkunstflug weltweit bekannt und auch sehr erfolgreich gewesen!
Somit war klar, dass ich diese Dynastie fortführen möchte und mein Doppeldecker erhielt den Namen KARAT + Beinamen „biplane“- KARAT biplane.

Gemeinsam mit meinem Team haben wir innerhalb knapp zwei Jahren viele Tests und Änderungen durchgeführt und konnten nun mit viel Stolz und Freude pünktlich zur WM in Argentinien unseren „Traumdoppeldecker“ vorstellen!

 

KARAT biplane

Nach der WM gibt es alle Daten und Infos zum Modell!